Vorgabe zur Kennzeichnung von Eiern aus Freilandhaltung nach Ablauf der 12-Wochenfrist

Stallpflicht für Geflügel zum Schutz vor der Vogelgrippe

13.02.2017



Foto: KAT e.V.

Bonn, 6. Februar 2017. Seit Anfang November vergangenen Jahres häufen sich in Deutschland die Fälle von Vogelgrippe. Zum Schutz der Tiere und um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, gilt seitdem in weiten Teilen Deutschlands und den Niederlanden eine Stallpflicht für Geflügel. Konkret bedeutet dies, dass die Freiland-Legehennen aufgrund des hohen Infektionsrisikos nicht mehr ins Freie dürfen. Für eine Übergangszeit von 12 Wochen dürfen die Eier, die die Legehennen in dieser Zeit legen, aber noch als Freilandeier im Lebensmitteleinzelhandel verkauft werden. Nach Ablauf dieser zwölf Wochen Stallpflicht müssen die Eier aus den Freilandbetrieben im Handel dann als Bodenhaltungseier vermarktet werden - so sehen es die EU-Vermarktungsnormen vor.

Um eine einheitliche und praktikable Lösung für die Kennzeichnung und Printung von Eiern aus Freilandhaltung nach Ablauf dieser 12-Wochenfrist zu bekommen, hat der KAT-Vorstand in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) bei dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Zustimmung für die nachfolgende Vorgehensweise erhalten:

  • Nach Ablauf der 12-Wochenfrist werden die in den KAT-Freilandbetrieben erzeugten Eier als Bodenhaltungs-Eier gekennzeichnet. Verbraucher können dies an der für die Haltungsform „Bodenhaltung" vorgegebenen Ziffer „2" erkennen.

  • Neben der Printung der Eier als Legeerzeugnisse aus Bodenhaltung wird nach Ablauf der 12-Wochenfrist auch die bisherige Freilandverpackung verändert: Jede Verpackung wird mit einem eindeutig auf die Bodenhaltung hinweisenden Zusatzetikett mit dem Inhalt „Vorübergehend zum Schutz unserer Legehennen Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)" versehen. Zur Vermeidung von möglichen Irreführungen werden darüber hinaus auch alle Hinweise auf eine Freilandhaltung unkenntlich gemacht.

  • Auf der Website von KAT wird unter der Rubrik Was steht auf dem Ei? über die Abfrage des Eiercodes dieser zusätzliche Hinweis auch aufgeführt sein.

Nachtrag 13. Februar 2017

Nähere Informationen über Ursachen, Ausbreitung und Risikoeinschätzung erhalten Sie auf den nachfolgenden Seiten:

Nachtrag 17. Februar 2017

Weiterhin möchten wir Sie auf den gestern im EU-Amtsblatt veröffentlichten Durchführungsbeschluss (EU) 2017/263 der Europäischen Kommission aufmerksam machen:

Durchführungsbeschluss (EU) 2017/263 der Europäischen Kommission


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