KAT-geprüfte Haltungsformen

KAT beschäftigt sich ausschließlich mit der alternativen Legehennenhaltung. Hierzu gehören die Bodenhaltung, die Freilandhaltung und die Biohaltung. Eier aus der Kleingruppenhaltung sind nicht Teil des KAT-Systems und bekommen das KAT-Logo nicht.

Zur Haltung von Legehennen hat KAT strenge Kriterien aufgestellt. Grundlage sind die von der EU festgelegten Richtlinien. Sie berücksichtigen die Bestimmungen der deutschen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sowie weitergehende Aspekte des Tierschutzes. Die KAT-Kriterien gehen jedoch über die gesetzlichen Anforderungen hinaus:

Das Verbot des Schnabelkürzens - zunächst auf freiwilliger Basis - ist bereits Anfang 2016 in die KAT-Leitfäden aufgenommen worden, um damit alle Tierhalter ebenso frühzeitig wie nachhaltig bei der zukünftigen Umstellung mitnehmen zu können. Nach dem 31. August 2018 dürfen keine Eier mehr von Hennen mit gestutztem Schnabel unter dem KAT-Logo vermarktet werden. Das bedeutet, dass ab Anfang 2017 der weit überwiegende Teil der KAT-Betriebe seine Hennen bereits mit ungekürztem Schnabel eingestallt hat oder dies zeitnah tun wird.

Weitere wichtige Anforderungen sind, dass bereits im Legebetrieb jedes Ei mit dem Eier-Code gestempelt werden muss, damit in den Packstellen keine Verwechslungen möglich sind; in der Freiland- und Biohaltung sind Wintergärten (Kaltscharrräume) für die Hennen verpflichtend und die Warenflussplausibilitäten werden bei allen KAT-Betrieben eingehend geprüft.

Nachfolgend einige wichtige Kriterien zu den jeweiligen Haltungsformen:

  • KAT-Bodenhaltung

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    Die Tiere können jederzeit den gesamten Stallraum nutzen. Mindestens 1/3 der Stallgrundfläche steht als Scharrraum zur Verfügung und muss mit ausreichendem Einstreumaterial (Stroh, Hobelspäne oder andere natürliche Materialien) bedeckt sein. Der Stall muss mit entsprechenden Tränke- und Futtereinrichtungen, Nestern und Sitzstangen ausgestattet sein.

    Besatzdichte

    Die Besatzdichte beträgt max. 9 Hennen/m2 Nutzfläche. Die Ställe müssen so unterteilt sein, dass eine Gruppengröße von maximal 6.000 Tieren nicht überschritten wird.

    Sitzstangen

    Die Gesamtfläche der Sitzstangen muss so bemessen sein, dass alle Tiere gleichzeitig darauf sitzen können. Mindestens 15 cm Sitzstangenlänge/Tier sind vorgeschrieben. Die Sitzstangen müssen so geformt sein, dass Verletzungen an den Fußballen und Krallen nicht auftreten.

    Nester, Nestboden, Nesteinstreu

    Die Nester müssen den Tieren täglich uneingeschränkt zur Eiablage zur Verfügung stehen. Der Nestboden muss aus verformbarem Material mit einer Mindesthöhe von 0,5 cm bestehen.

    Verwendung finden können Einzelnester (1 Nest/7 Hennen) oder Familiennester (120 Hennen/m2 Nestfläche).

    Beleuchtung

    Der Einfall von natürlichem Tageslicht muss gewährleistet sein.

  • KAT-Freilandhaltung

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    Die Freilandhaltung erfolgt unter denselben Anforderungen wie die Bodenhaltung, zusätzlich wird den Tieren ein Wintergarten sowie tagsüber auch ein Freilandauslauf geboten.

    Auslauf

    Der Freilandauslauf und die Stallöffnungen sind so gestaltet, dass eine Nutzung durch die Tiere gefördert und sichergestellt wird. Die Auslauffläche muss in unmittelbarer Umgebung des Stalles gelegen sein und für die Hennen tagsüber uneingeschränkt zugänglich und direkt erreichbar sein.
    Die Freilandfläche muss bewachsen sein und über die gesamte Fläche gleichmäßig verteilt z.B. Buschwerk, Hecken u.ä. als Schutz- und Unterschlupfmöglichkeiten für die Tiere aufweisen.

    Wintergarten (Kaltscharrraum) obligatorisch

    In der KAT-Freilandhaltung ist der Anbau eines Wintergartens mit einer Größe von 50% der von den Tieren genutzten Stallinnenraumfläche obligatorisch. Dieser helle und luftige Kaltscharrraum kann als Vorstufe zur Freilandfläche betrachtet werden, so dass den Tieren z. B. auch bei einem behördlich verordneten Aufstallungsgebot ein Aufenthalt außerhalb des Stallinnenraumes möglich ist.

    Die Auslauföffnungen vom Stall in den Wintergarten als auch in Freigelände müssen gleichmäßig verteilt und in entsprechender Anzahl vorhanden sein.

  • KAT-Biohaltung

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    Grundlage für die KAT-Anforderungen bilden die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung.

    Besatzdichte

    Die Besatzdichte für Legehennen in ökologischer Erzeugung beträgt 6 Hennen/m2 Nutzfläche. Mindestens 1/3 der begehbaren Fläche muss als Scharrraum ausgewiesen sein. Die maximale Größe einer Stalleinheit beträgt 3.000 Tiere.

    Wintergarten (Kaltscharrraum) obligatorisch

    In der KAT-Biohaltung ist der Anbau eines Wintergartens mit einer Größe von 50% der von den Tieren genutzten Stallinnenraumfläche an den Stall obligatorisch.

    Auslauf

    Der Freilandauslauf und die Stallöffnungen sind so anzulegen, dass eine Nutzung durch die Tiere gefördert und sichergestellt wird. Er muss in unmittelbarer Umgebung des Stalles gelegen sein und für die Hennen tagsüber uneingeschränkt zugänglich und direkt erreichbar sein.

    Sitzstangen

    Die Gesamtfläche der Sitzstangen muss so bemessen sein, dass alle Tiere gleichzeitig darauf sitzen können. Mindestens 18 cm Sitzstangenlänge/Tier sind vorgeschrieben. Die Sitzstangen müssen so geformt sein, dass Verletzungen an den Fußballen und Krallen nicht auftreten.

    Nester

    Verwendung finden können Einzelnester (1 Nest/7 Hennen) oder Familiennester (83 Hennen/m2 Nestfläche).

    Futter

    Es darf ausschließlich ökologisch erzeugtes Futter aus gentechnisch unveränderten Erzeugnissen verwendet werden.


KAT-Kontrollsystem