KAT-Kontrollsystem

Grundlage des KAT-Kontrollsystems sind neben den EG-Vermarktungsnormen für Eier alle weiteren von der EU festgelegten Richtlinien und Verordnungen sowie die Bestimmungen der deutschen Tierschutznutztierhaltungsverordnung. In den einzelnen Ländern Europas gelten zwar die gleichen Anforderungen, sie werden jedoch unterschiedlich interpretiert und angewendet. KAT hat deshalb als logische Konsequenz die Anforderungen klar formuliert und über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehend neu festgelegt. Ziel ist, den Tieren hinsichtlich des Bewegungs- und Individualverhaltens Bedingungen zu bieten, die im Interesse des Tierschutzes den Bedürfnissen der Legehennen gerecht werden.

Wichtigster Grundsatz für KAT ist: Gleiche Bedingungen in allen Mitgliedsländern zum Schutz der Tiere und der Herkunftssicherung.

Die Audits in den jeweiligen Stufen (Futtermittelwerke, Legebetriebe, Eierpackstellen) erfolgen ausschließlich in Koordination mit nach DIN EN ISO 17065 akkreditierten Zertifizierungsstellen. Die Auditoren werden regelmäßig durch KAT geschult. Die zugelassenen Zertifizierungsstellen werden zusätzlich regelmäßig in Form von Integrity Audits auf die Einhaltung der KAT-Vorgaben kontrolliert.

Generell erfolgen die KAT-Prüfungen unangemeldet. Die Prüfintervalle betragen für Legebetriebe und Futtermittelwerke 1,5 x jährlich. Die Prüfhäufigkeit in Packstellen beläuft sich auf 2-4 x jährlich. Um zu überprüfen, ob sich die Legehennen wirklich draußen befinden, finden bei den Freiland- und Biohaltungsbetrieben zusätzlich mindestens 2 x pro Jahr Auslaufkontrollen statt. Darüber hinaus werden bei Packstellen, Verkaufsstellen/Maklern, bei Eiproduktewerken und der Nahrungsmittelindustrie administrative Buchprüfungen zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit durchgeführt. Schwerpunkt hierbei sind Plausibilitätsprüfungen der Warenflussmengen durch Abgleich von Lieferscheinen und Rechnungen mit den Eintragungen in der KAT-Datenbank.

KAT-Kontrollsystem und Prozesskette



KAT-Kriterien